Geoökologie - Master of Science

Bachelorarbeit

Zusammenhang von Rhizomorphen der Pilzgattung Hallimasch (Armillaria) und Totholz in Wäldern

Markus Winkler

Betreuer: Werner Borken

In der Masterarbeit soll die Biomasse von Rhizomorphen der Pilzgattung Hallimasch (Armillaria) im Boden im definierten Abstand von Totholz quantifiziert werden. In der Studie soll untersucht werden, ob in der unmittelbaren Umgebung von Totholzstämmen die Biomasse der Rhizomorphen erhöht ist. Neben der Biomasse soll die chemische Zusammensetzung sowie der morphologische Aufbau der Rhizomorphen (Länge, Durchmesser, Verzweigung) durch Einscannen analysiert werden. Die Bestimmung der Hallimascharten erfolgt auf Basis von DNA-Analysen (Kooperation mit D. Persoh, Uni Bochum). Die Untersuchung ist Teil eines langfristig angelegten Totholzexperimentes an verschiedenen Standorten in Deutschland (Hainich, Schorfheide, Schwäbische Alb). Hintergrund: Hallimasche ernähren sich saprotroph vorwiegend durch Abbau von Holz und im geringen Umfang von Streu. Einige Arten befallen auch lebende Bäume, die infolgedessen absterben und als Ressource dienen. Hallimasche bilden ein weit verzweigtes System aus Rhizomorphen, bestehend aus vielen einzelnen Hyphen, die dem Ferntransport von Nährstoffen und Wasser sowie der Erschließung neuer Ressourcen dienen. Rhizomorphe eines einzigen Pilzes (genetisch Individuum) können sich über viele Quadratkilometer ausbreiten und zählen somit zu den größten Organismen (Biomasse) auf der Erde. Abgestorbene rhizomorphe Biomasse gilt als besonders widerstandfähig gegenüber Zersetzung.