Geoökologie - Bachelor of Science

Modellbildung

Häufig soll die Umweltforschung die Frage beantworten, wie sich beobachtete Trends und Tendenzen zukünftig weiter entwickeln werden. Daher werden mit Hilfe gemessener Daten und Zusammenhänge Modelle erstellt, die unter Annahme bestimmter Randbedingungen nicht nur die vorhandenen Daten widerspiegeln, sondern auch eine computergestützte Vorhersage ermöglichen.

Die technischen und theoretischen Potentiale der Informatik für ökologische Fragestellungen werden in der Ökologischen Modellbildung behandelt. Neben den theoretischen Grundlagen der Modellbildung werden hier Komplexitätsmaße für Umweltzeitreihen analysiert, es gibt Modelle fürs Waldwachstum, den Wasserabfluss aus kleinen Einzugsgebieten und abstrahierte Evolutionsprozesse.

Modelle für den Wasser- und Stofftransport und weitere physikalische Prozesse im Boden sind Gegenstand der BodenphysikViele Fragen in diesem Bereich verlangen darüber hinaus geostatistische Modellansätze.

In der Hydrologie wendet die Arbeitsgruppe Hydrologische Modellierung numerische Modelle an, um die Interaktion von hydrologischen und biochemischen Prozessen in verschiedenen Zeitskalen und unterschiedlichen Ökosystemen zu erfassen. Die etablierten Abfluss- und Transportmodelle werden durch experimentelle Methoden und Feldmethoden ergänzt und verifiziert.

Die Modellierung von Stofftransporten in Gas, Wasser oder Sediment in bezug auf ihre thermodynamischen, kinetischen und reaktiven Eigenschaften wird in der Umweltgeochemie vorgenommen. 

In der Mikrometeorologie werden Computermodelle zur Simulation von Diffusion und Dispersion von Spurengasen enwickelt und angewandt. Das Turbulenzverhalten der bodennahen Atmosphäre unter verschiedenen Wind- und Vegetationsbedingungen und der Austasch von Wasserdampf und Energie zwischen Boden und Atmosphäre werden ebenfalls gemessen und modelliert.