Geoökologie - Bachelor of Science

Biosphäre: Pflanzen, Tiere, Organismen

PflanzenLebewesen interagieren miteinander und mit ihrer abiotischen Umwelt. Die unterschiedlichen Aspekte dieser Zusammenhänge werden in der Geoökologie von mehreren Arbeitsgruppen erforscht.

Die geografische Verbreitung von Pflanzen und Tieren und ihre räumliche Organisation im Ökosystem sind Gegenstand der Biogeografie. Dabei wird die Biogeografie unterteilt in ökologische Biogeografie, die die Zusammenhänge zwischen ökologischen Faktoren und Artenverbreitung beleuchtet, Vegetationsgeografie und historische Biogeografie, die Arealverschiebungen der Arten durch erdhistorische Klimaänderungen und Plattenverschiebungen erforscht. Forschungsschwerpunkt in Bayreuth ist die Auswirkung des globalen Klimawandels auf die Verbreitung von Pflanzen- und Insektenarten.

Deutliche Einschnitte in die natürliche Entwicklung eines Ökosystems werden als Störungen bezeichnet. Solche Störungen können aus dem Ökosystem heraus erwachsen oder von außen einwirken, sie können natürlichen Ursprungs sein wie Hangrutschungen oder Vulkanausbrüche oder vom Menschen verursacht, wie die anthropogen bedingte globale Klimaveränderung. Die Störungsökologie befasst sich mit der Entwicklung von Ökosystemen nach Störungen und beurteilt, ob und wie schnell es zu seinem ursprünglichen Zustand zurückgelangt. Dabei ist der Klimawandel und die damit einhergehenden Extremereignisse wie Dürren und Starkniederschläge einer der Forschungsschwerpunkte.

PflanzenDie Agrarökosystemforschung beschäftigt sich mit Nährstoffkreisläufen, biochemischen Prozessen und der Biodiversität agrarisch genutzter Standorte im Vergleich zu anderen Landnutzungsformen in verschiedenen Klimazonen. Die Interaktion Boden-Pflanze-Atmosphäre ist essentiell für die Agrarökosystemforschung und bietet eine Schnittstelle zur Mikrometeorologie, Bodenökologie, Atmosphärenchemie, Hydrologie und Umweltgeochemie.

Mit mikrobiell katalysierten Reaktionen und Abbaumechanismen sowie mit Toxizität von Lebensmitteln beschäftigt sich die Umweltgeochemie.

Darüber hinaus bietet der Ökologisch-Botanische Garten der Universität Bayreuth ein für Geoökologen interessantes und reichhaltiges Lehrangebot und vielerlei Forschungsmöglichkeiten.