Geoökologie - Bachelor of Science

Lithosphäre: Gestein

Img_0378_GesteinNicht alle Steine sind grau. Hochaufragende Säulen aus magmatischem Basalt, farbenprächtiger Marmor aus Kalksediment, das im Erdinnern unter Druck und Hitze umgewandelt wurde, oder Aufschlüsse von Sandstein- und Mergelschichten, die die Erdgeschichte sicht- und greifbar machen: sie alle sind Zeugen der Vielfalt des Gesteins unter unseren Füßen.

Die Erdoberfläche ist ständiger Bewegung und Veränderung unterworfen. Die Geomorphologie erfasst und beschreibt die Oberflächenformen der Erde und erklärt, wie und wann diese Formenvielfalt entstanden ist. Zu den Forschungsfragen gehören unter anderem die Rekonstruktion früherer Klimaverhältnisse, moderne Methoden zur Datierung von Landschaftsformen und geoarchäologische Projekte. Studierende lernen in Exkursionen die Methoden der Geomorphologie praxisbezogen kennen.

Der heterogene Aufbau von Gesteinskörpern ist Gegenstand der Forschung in der Geologie. Mittels geophysikalischer Feldmethoden wie Bohrlochmessungen, geoelektrische Tomographie, Refraktionsseismik oder Georadarmessungen wird der Aufbau geologischer KöGesteinrper erkundet und dargestellt: von Grundwasserkörpern und geologischen Formationen bis hin zu Altlasten und Schadstoffen in Böden. So findet man Antworten auf die Fragen nach sinnvoller Trinkwassererschließung, dessen Nutzung, Qualität und Quantität. Außerdem wird die Rolle des Gesteins im globalen Wasserkreislauf erforscht. Neben Fragestellung der regionalen Geologie Oberfrankens liegt ein regionalgeologischer Schwerpunkt in Spanien, wo vor allem hydrogeologische Untersuchungen von Grundwasserleitern im Karst der Serrania de Cuenca durchgeführt werden.

Die Lehre in der Geoökologie wird unterstützt vom Bayerischen Geoinstitut, das auf dem Uni-Campus angesiedelt ist und experimentell Geochemie und Geophysik des Erdinneren erforscht.

Die Umweltgeochemie befasst sich mit der Speziierung anorganischer und organometallischer Schadstoffe im Sediment, deren  Mobilitäts- und Toxizitätsverhalten bisher wenig untersucht ist und die nicht routinemäßig erfasst werden.