Geoökologie - Bachelor of Science

Atmosphäre: Luft


Ohne die Atmosphäre gäbe es kein Leben auf der Erde. Sie ist essentieller Bestandteil der Stoffkreisläufe und Energieflüsse, komplexe physikalische und chemische Prozesse finden hier statt. In Bayreuth erforschen mehrere Arbeitsgruppen verschiedenartige Prozesse in der Atmosphäre auf unterschiedlichen Skalen.

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Die Mikrometeorologie beschäftigt sich mit Prozessen an der Schnittstelle zwischen Luft, Pflanzen und Boden. Forschungsschwerpunkte sind der Transport und der Austausch von Wärme, Wasserdampf und Spurengasen nahe der Landoberfläche in der unteren Atmosphäre. Dafür werden innovative Messmethoden zur Beobachtung und Datenerfassung entwickelt und genutzt. Kurzgefasst beschäftigt sich die Mikrometeorologie mit den drei 'T's: Turbulenz, Trends und MessTechnik. Die Mikrometeorologie ist wichtige Grundlage für angewandte Gebiete wie Schadstoffausbreitung, Regionalplanungen, Windenergie und Klimagutachten.

 

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Die chemischen Prozesse in der Atmosphäre beleuchtet die Atmosphärische Chemie. Sie erforscht, wie sich chemische Verbindungen und Aerosolpartikel auf natürliche Weise und durch den Mensch beeinflusst bilden, sich anreichern und wieder abgebaut werden. Der Stoffaustausch zwischen Biosphäre und Atmosphäre hat Auswirkungen auf den Nährstoffhaushalt der Pflanzen und den Schadstoffeintrag in die Böden. Aerosole haben eine enorme Bedeutung für den Strahlungshaushalt und die Entwicklung des Klimas, und nicht zuletzt für die menschliche Gesundheit. Darüber hinaus untersucht die Umweltgeochemie Emissionen, sowohl aus natürlichen Quellen wie Vulkanausbrüchen als auch vom Menschen erzeugte wieaus der Industrie, und ihre Wirkung auf die Umwelt.

Des weiteren ist in den Geowissenschaften die Arbeitsgruppe Klimatologie angesiedelt. In der Lehre wirkt sie vor allem in den umweltnaturwissenschaftlichen Masterstudiengängen mit.