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Chancen und Risiken von Biokohle

Klimawandel und steigender Nahrungs- und Energiebedarf führen zu Landdegradation und Treibhausgas-Emissionen. Daher sind Optionen für nachhaltige Landnutzung eine bedeutende Herausforderung des 21. Jahrhunderts.

Ein innovativer Ansatz besteht darin, bestehende Stoffströme zu optimieren und zwar sowohl in ökologischer als auch in ökonomischer Hinsicht. Die Konvertierung von Biomasseabfällen in Biokohle ist ein solcher Ansatz, welcher potenziell viele Vorteile gegenüber bestehenden Stoffströmen bietet:

  • Langfristige Kohlenstoff-Sequestrierung (ein C-negativer Prozess!)
  • Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit
  • Ersatz von fossiler Energie und konventionellem Dünger
  • Handel mit C-Krediten. 
Neben Chancen für die Umwelt birgt der Einsatz von Biokohle jedoch auch zum Teil noch schwer abschätzbare Risiken – diese betreffen vor allem die schadstoffarme Herstellung und der langfristige Einfluss auf die Eigenschaften der hiesigen Böden. Die großflächige Anwendung von Biokohle erfordert zusätzlich die Beteiligung der Politik und eine Standardisierung der Herstellung, Analyse und Applikation sowie der Anrechnung von C-Krediten.

Letzte Änderung 09.04.2010